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IDEE

Wir möchten soweit wie möglich mit und in der Natur sein, leben, arbeiten und wirken. Das bedeutet für uns, dass wir unser Land und unsere Tiere zutiefst schätzen, respektieren und (soweit es in unserer Macht ist) schützen. Dies zu tun, empfinden wir als ein großes Privileg. Wir verbinden uns mit den Rhythmen, Kreisläufen und Gesetzen der Natur und schließen uns diesen an.

Wir wünschen uns, dass nachhaltige Lebensgemeinschaften zwischen sämtlichen Pflanzen, Tieren und uns Menschen entstehen. Wir fühlen uns besonders von den drei ethische Grundsätzen des Permakultur-Ansatzes angesprochen:

  • Kümmere dich um die Erde
  • Kümmere dich um die Menschen
  • Kümmere dich um eine Umverteilung der Überschüsse, teile den Reichtum – mit der Natur!

Wir sind umgeben mit einer Fülle von Obst, Samen, Pflanzen und Wachstum, von Insekten. Es geht darum, nicht alles selbst zu ernten, sondern immer auch einen Teil für die Natur zu lassen – etwa 5-10%. Es gilt, nicht alles kontrollieren zu wollen und zu müssen, sondern sich einer Kraft an zuvertrauen, die weitaus größer ist als wir selbst.

„Wenn wir einen Schritt auf die Natur zugehen, kommt die Natur zehn Schritte auf uns zu. Nimmt man der Natur jedoch einen Schritt weg, läuft man ihr immer davon. Von der Natur wegzulaufen, bedeutet aber immer harte Arbeit, denn: die Natur will geben und sie will helfen."

obstwiese

Im vergangenen Herbst haben wir mit der Bepflanzung der Streuobstwiese begonnen. Viele von euch waren dabei! Und im Nachhinein haben auch noch mal einige gefragt, wie wir dort genau vorgegangen sind. Et voilá – hier gibt´s noch mal eine "Nachlese":

Wir wollen Vielfalt!
Wir wollen Pflanzen, die harmonisch zusammenarbeiten und zugleich Unterschlupf, Schatten, Schatten, Nahrung für Tiere bieten. Und dafür bilden wir "Pflanzen-Inseln". In der Mitte einer Insel steht jeweils ein Obstbaum. In unserem Fall, entweder ein Apfel-, Kirsch-, Birnen- oder Pflaumen-Baum. Dieser wird jeweils mit 3 Beerenbüschen (Himbeer-, Blaubeer-, Johannisbeer-, Josta- oder Stachelbeerbusch) vergesellschaftet. Darunter und dazwischen kommt die "Krautschicht" (Kräuter und Rankgemüse). Details werden unten im Abschnitt "So geht´s" beschrieben.

Warum machen wir das so?

  • Biodiversität, d.h. möglichst viele verschiedene Arten und Sorten.Durch die Kombination mit z.B. Beerenbüschen, Kräutern und Gemüse, wird der Ertrag – das Angebot für die Nützlinge und uns selbst – und die Artenvielfalt erhöht. Diese „Idee" ist angeblich schon Jahrhunderte alt.
  • Lange Blütezeit, um möglichst vielen Bestäubern, möglichst lange Futter bieten zu können.
  • Schädlingsfalle, d.h. wenn Schädlinge kommen, sind es erst mal nur welche für die eine Sorte.

So gehts

1. Bäume pflanzen

Zeitpunkt

Wir haben im Herbst gepflanzt, denn es ist die beste Zeit um Obstbäume und Sträucher zu pflanzen: Nachdem die Bäume ihre Blätter abgeworfen haben, ist der ganze Zucker des Sommers in den kleinen Zweigen, Zweigspitzen und Knospen. Im weiteren Verlauf des Herbstes wird der Saft dann hinunter in die Stiele und Wurzeln geleitet. Etwa 85% des Wurzelwachstums geschieht nach dem Blattabwurf. Es heißt: „Im Herbst zu pflanzen, wenn die Blätter abgefallen sind, macht die Bäume fett und bereit, eine große Menge an Wurzeln anzulegen. Und wenn der Frühling kommt, ist der Baum bereit, zu explodieren."
Wir sind gespannt...

Pflanzloch

Wie pflanzen die kleinen Bäume in ein sehr großes und tiefes Loch. Warum? Um die umgebene Erde zu durchlockern, zu durchlüften und zu durchlichten, sodass die feinen Wurzeln gut durchkommen - und auch die sog. Lichtwurzler. 

Baumscheibe

In einem Umkreis von etwa 3m um den Obstbaum herum, legen wir einen Rand aus Grassoden (mit dem Boden nach oben), so haben wir eine sogenannte Baumscheibe. Auf diese schichten wir Kompost, Pappe (beim Zersetzen dieser, entseht Kohlenstoff), Holzhackschnitzel, Tonerde. Das ganze ist eine Mulchschicht.

Stamm-Schützer                                                    

Zu guter Letzt haben den Bäumchen Stamm-Schützer angelegt, um sie vor Reh- und Wühlmausverbiss zu bewahren. Im vergangen Jahr hatten wir keine Schützer und es sind ein paar Bäume den Reh-Gaumen zum Opfer gefallen. Das war echt schade, denn wir haben uns viel Mühe bei der Auswahl der Obstbaumsorten gemacht. 

Obstbaumsorten

Für uns stand fest, dass wir auf der Streuobstwiese nur alte und regionale Obstbaumsorten anpflanzen möchten. Regionale Sorten sind  an den Standort mit dessen spezifischem Klima, Wetter, Bodenverhältnisse etc. angepasst und alte Sorten gelten als robuster, geschmackvoller und resistenter gegen Schädlinge. Wir haben die Bäume von einer Obstbaumschule hier in der Nähe gekauft, die als Bioland-Betrieb soziale & ökologische Arbeit verbindet und sich auf alte Obstbaumsorten spezialisiert hat. 

Hier ein Überblick einiger unserer Obstbaum- und Beerensträucher-Sorten 

Und hier noch ein interessanter Artikel eines Bekannten von uns:

   lesen...

2. Sträucher setzen

Um einen Baum setzen wir 1-4 Sträucher mit jeweils 1 m Abstand zum Baum sowie zwischen den Sträuchern. Wir haben verschiedene Sorten von Johannisbeeren, Jostabeeren, Himbeeren und hauptsächlich Heidelbeeren gewählt. Es geht aber auch Holunder, Aronia etc.
Die Beerensträucher bieten dem Obstbaum-Stamm einen Wind- und Sonnenschutz, uns und den Tieren zusätzlichen Ertrag und sie stellen einen weiteren Baustein für die Artenvielfalt dar.

3. Krautige Bodenbedeckung pflanzen

Noch eine Etage tiefer bzw. zwischen die Sträuchern setzen wir im Frühling Kräuter, wie Minze, Thymian, Lauch, Rucola, Erdbeeren, Knoblauch – sie können alle gut miteinander und helfen sich gegenseitig, Schädlinge abzuwehren und nützliche Insekten anlocken - und sie bringen einen extra Ertrag! Ist das nicht eine absolut super Sache? Und: Mit den Anbindepfählen der Obstbäume bieten wir gleichzeitig Rankgemüse wie Bohnen, Erbsen, Gurken, Kapuzinerkresse ein Gerüst an.

4. Verbündete unterstützen
Vögel, Bienen, Wespen, Schmetterlinge, Frösche u.v.m. sind im Garten wahre Freunde. Vögel, z.B. füttern ihre Jungen bei der Aufzucht vor allem mit Rauben und Larven von „Schädlingen". Somit helfen sie, Schädlingsarten und Populationen auf einem sehr niedrigen Niveau zu halten. Dafür haben die Kinder bei uns Nistkästen gebaut - und ganz wundervoll angemalt! Ich könnte mich als Vogel kaum entscheiden, in welches Haus ich da einziehen sollte. Nun ja, noch besteht auch noch keine Qual der Wahl, denn die Kästen sind noch nicht aufgehangen, sondern überwintern über dem Regenbogen in der Scheune.

Wir haben uns jetzt erst mal für eine Serie Nistkästen mit einer Schlupfloch-Größe von 3,8 cm Durchmesser entschieden. Diese Größe gefällt einer ganzen Reihe von Arten, wie Meisen, Kleiber, Drosseln, Sperlinge, Zaunkönige, Amseln.

Wir wollen noch weitere Ideen umsetzen, um so viel wie möglich für unsere Verbündeten zu tun und noch mehr von ihnen anzulocken:
Insekten-Hotels, Tonschalen mit Wasser als Trink-und Badequelle, Futterspender für Tran und Samen, Bauten mit Wolle für Hummeln, Bienenstöcke...

Apropos Bienen: Wenn ihr Lust habt, hier ein Bienenvolk zu beheimaten, meldet euch gern!

Gemüsegarten

Während es gerade draußen schneit und ein eisiger Wind über Haus und Hof weht, sitzen wir vor dem Kamin und träumen von Schubkarren und Kisten voller, erntefrischem - und selbstangebauten – Gemüse. Entsprechend planen wir gerade unseren 1. Gemüsegarten! Pflanzenfamilien, Fruchtfolge, Mischkulturpartner, Starkzehrer-Schwachzehrer, Aussaat- und Erntezeitpunkte... gar nicht so einfach, da den Überblick zu behalten. Vielleicht seid ihr ja auch gerade dabei, einen Garten anzulegen bzw. euren für das kommende Erntejahr fit zu machen? Wir beschreiben hier mal, wie wir vorgeganen sind und freuen uns über Austausch & Anregungen, Super-Tipps & Tricks. 

Platz haben wir ja glücklicherweise in alle Himmelsrichtungen reichlich und so können wir den Gemüsegarten sonnen-exponiert und windgeschützt verorten. (Für alle, die das Gelände kennen: da wo jetzt noch der Hühnerstall steht bzw. etwa dort, wo er auch auf dem Wimmelbild eingezeichnet ist) Wir planen zunächst mal 12 Beete mit je den Maßen 1,20 m x 5 m. Also insgesamt eine Beetfläche von 72 qm. Steigern können wir uns dann immer noch. Aber für uns als absolute Anfänger ist das vorerst Herausforderung genug. Da wir hier Moorboden haben, machen wir es uns einfach: Kompostbeete. Wir verzichten aufs Umgraben und Bodenpimpen und kippen einfach eine 15cm Schicht Kompost-Erde (Reifegrad 5) auf die zuvor mit Pappe ausgelegten Beete - in die Beetmitten setzen wir jeweils noch einen Strohkern ein (hält den Boden feucht). Als Beetumrandung nehmen wir Holzbohlen. 

Den einzelnen Beeten haben wir die entsprechenden Pflanzenfamilien mit ähnlich langer Anbauphase, Nährstoffbedarf und guter "Beet-Kumpel-Eigenschaft" zugeordnet. Also z.B. starkzehrende Kreuzblütler, Zwiebel und Doldenblütler (Blumenkohl, Lauch, Möhren) in Beet 1. 

Und dann haben wir für jeden Monat überlegt, welche Sorte wie lange im jeweilgen Beet bleibt und wie viele Aussaat-Sätze wir jeweils brauchen, um rund ums Jahr ernten zu können. 

Soweit die Theorie :) Wir sind sooo gespannt, ob das auch in der Praxis klappt und wir wenigstens auch nur ein Radieschen ernten werden. 

Wir freuen uns auf jeden Fall auch bei diesem Projekt über jede praktische und theoretische Unterstützung. Meldet euch gern, wenn ihr Lust habt, mitzuschaufeln, zu säen oder zu ernten. Und vielleicht ist ja auch zur ersten Ernteschwemme unsere Draußenküche fertig und wir können das Gemüse direkt zu kulinarischen Hochgenüssen verwandeln. 

Unsere Tiere

Wir haben uns hauptsächlich für alte Rassen entschieden

  • Schweine - kommen gaaanz bald!
  • Hühner - sind schon da und es werden noch mehr:)

  • Rinder - dauert wohl leider noch bissl!

  • Schafe - kommen bald!

  • Ziegen - kommen bald!

Und natürlich dürfen auf gar keinen Fall fehlen:

  • Katzen - sind schon sowas von da!

  • Hund - ist da und nie zu übersehen!

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